Es gab eine Art Wachablösung- die Olympus XZ-2 darf - weiterhin funktionsfähig- aufs Altenteil und die Sony RX100VII für alltägliche Mitnahme hervortreten.

Diese Kamerageneration der RX-Reihe ist selbst einige Jahre auf dem Markt, kam zu mir als Neukauf weil ich einerseits einen bestimmten Zoom oberhalb 70mm haben wollte und andererseits auf Möglichkeiten der Bildgestaltung (Freistellung) nicht verzichten wollte.
Der Kompromiss ist in dieser Kamera zu sehen, leider zeigt sich daß Hersteller kaum noch Kompaktkameras herstellen und diese ohne Folgegenerationen langzeitig auf dem Markt verbleiben... da schrumpft die Auswahl und man muß aus den verbliebenen Optionen wählen.
Daß man eine sehr auf Kompaktheit getrimmte Kamera wie die Sony RX100VII ein bisschen "aufmotzen" kann, die Ergebnisse selbst dem Hobbyisten zufrieden stellen können, zeigt die mögliche Erweiterung mit Filterhalter (Verlaufsfilter für Kontrastanpassung bei Aufnahme) oder Vorsatzlinsen für Macrofotografie (Raynox 150 oder 250).
Nachfolgend ein paar Beispiele für den Einsatz Filterhalter.
Man kann durch Standortwechsel ein bisschen Reflexionen aus den bildwichtigen Anteilen herausbringen, das Ergebnis kann deutlich besser ausfallen durch Hinzunahme eines Polfilters. Das von mir eingesetzte Kit der Firma Nisi (Beispiel Starterkit, beim Händler zum Zeitpunkt des Schreibens um 50 Euro) ist auf den Tubus der RX100VII abgestimmt, der Filterhalter selbst recht leicht und nimmt bis zu zwei Filter auf. Im Set steckt ein Polfilter und ein Grauverlaufsfilter (Bändigung Helligkeitskontraste, z.B. Landschaft verschattet und heller Himmel darüber) und ist it der kleinen Tasche üblicherweise mitgenommen, wenn die RX 100VII im Rucksack steckt.
Ein paar Beispiele Richtung Nahfotografie und Macro.
Im Internet hatte ich eine einfach Halterungslösung mittels Gummi gesehen, allein es fehlte der Glaube an dauerhaftes Halten oder daß ich die Mitnahme Zubehör nicht vergesse...;)
Am Ende entschied ich mich für die übliche Magfilter Halterung (ein sehr dünner Ring passender Durchmesser wird auf die Front des Objektivtubus aufgeklebt, die geringe Höhe stört nicht beim Verschlußeinfahren und Lamellenverschluß im Ruhezustand), wo der eigentliche Raynoxvorsatz auf den Filterhalter angebracht ist. Kupplung und Entkupplung mit ausreichender Magnetkraft, ich hatte bisher nicht das Gefühl daß brachiale Kräfte notwendig sind am Ende des Fotografierens den Vorsatz wieder abzunehmen.
Hier einige Aufnahmen mit dem Vorsatz 150, die erlebten Arbeitsabstände schätze ich auf 14-18 cm ein. Man kann sich leicht vorstellen, daß das Grashüpferbild die größte Vorarbeit erforderlich machte- Display entsprechend einstellen da in Bdennähe gearbeitet wurde, langsame bis sehr langsame Annäherung an die flink weghüpfenden Insekten... Im Vergleich dazu waren an diesem Vormittag die Libellen toleranter.
Fazit- im Vergleich zur Kameraanschaffung günstige Nachorderung Zubehör erweitert das Einsatzspektrum gehörig.
Gegenüber den üblichweise eingesetzten MFT-oder Kleinbildkameras (der Laie spricht von Vollformat) ist die Mitnahme der Kompakten in einer Innentasche des Rucksacks problemlos, die Mitnahme der Filtertasche die zugleich einen zweiten Akku aufnimmt (so kullert kein Kleinteil durch den Rucksack und verschwindet...) erfolgt in der gegenüberliegenden Innentasche und die Nahlinse in ihrer Plastikverpackung kommt dazwischen. Selbst bei Warmwetter wo man keine unnötigen Lasten mitnehmen will trägt sich alles in einer Tasche oder Rucksack mitgenommen ohne schweißtreibenden Aufwand.
Da ich bisher nur mit der Raynox Nahlinse 150 arbeitete und dafür bereits recht nah an Motive herangehe reicht das für meine Ambitionen aus, die zweite Linse Raynox 250 wäre mir an der RX100VII bereits zu nah an Objekt und möglicherweise Einsetzen von Verschattung durch die erwartet geringeren Arbeitsabstände. So bleiben beide zusätzlich für den Einsatz an MFT vorgesehen, kein Fehlkauf dieser privat und gebraucht erworbenen Teile.